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Der Start in den Kindergarten

21. Juni 2018



Allerorts gibt es jetzt Schnuppertage im Kindergarten für die kleinen Neueinsteiger und ihre Eltern. Sie dürfen sich jetzt einen Einblick in den Kindergartenalltag verschaffen, die Pädagogen/innen kennenlernen und sich in Ruhe umsehen und viel Neues entdecken.

Dieses Schnuppern führt uns Eltern aber auch vor Augen, dass uns als Familie eine große Herausforderung bevorsteht und das macht uns oftmals unsicher. Diese Unsicherheit trifft fast jeden Elternteil, ist verständlich und nachvollziehbar – ein Neubeginn ist manchmal mit Ängsten und Sorgen verbunden.

Wie wird das wohl im Kindergarten?

Will mein Kind da überhaupt hin?

Wird es sich wohl fühlen?

Wie wird es reagieren?

Wie geht es mir mit diesem Neubeginn?

Fragen über Fragen.

Die Antworten auf die meisten dieser Fragen werden wir nur finden, wenn wir uns selbst und unseren Kindern das nötige Vertrauen entgegenbringen und uns auf die neue Situation einlassen.

Es gibt dennoch einige Dinge, die das Loslassen erleichtern können:

Langsam abnabeln (oftmals fällt der Loslassprozess etwas leichter, wenn er schrittweise erfolgt. Dazu ermöglichen die Kindergärten einen sogenannten „sanften Einstieg“)

Abschied kurz halten (eine heftige, lautstarke, tränenreiche Trennungsszene kann vorkommen- und sie erzeugt Stress für die Bezugsperson und auch für das Kind. Meistens ist es so, dass das Kind sich bald beruhigt sobald die Mutter außer Sichtweite ist. Kein leichtes Unterfangen für die Mutter, aber oftmals sehr zielführend- halten Sie sich vor Augen dass die Pädagogen/innen so kompetent und erfahren sind,  dass Sie ihnen getrost vertrauen können)

Vertrauen zur Bindung mit anderen Personen (sobald Eltern auch selbst Vertrauen zur neuen Bezugsperson gefasst haben, wird der Abschied leichter fallen. Wir sollten wertschätzen, dass unser Kind  gesunde Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen kann- und das nur weil wir bereits eine gute, stabile Bindung zu unserem Kind aufgebaut haben- und uns freuen, dass unser Kind von vielen verschiedenen Vorbildern lernen darf.)

Schlechtes Gewissen ist tabu (das Loslassen wird oft erschwert, wenn Eltern dabei negative Gefühle hegen. Zweifel, ein schlechtes Gewissen oder Angst um das eigene Kind beeinflussen uns stark und wirken sich auch auf die Gefühle unserer Kinder aus. Versuchen Sie die Situation positiv zu sehen und Ihren Fokus auf die Vorteile, nicht auf die Bedenken zu legen)

Vertrauen (Loslassen setzt Vertrauen voraus)

– Vertrauen Sie sich selbst- Sie haben bereits eine gute, sichere  Bindung zu Ihrem Kind aufgebaut, haben es stark und selbstsicher gemacht und Dank Ihrer Unterstützung ist es jetzt bereit einen großen Schritt zu machen.

– Vertrauen Sie Ihrem Kind, dass es bereit ist, eigene Sozialkontakte zu knüpfen, dass es sich in der neuen Situation zurecht finden wird und vertrauen Sie, dass Ihr Kind bereits alle Voraussetzungen mitbekommen hat, Herausforderungen zu meistern.

–  Vertrauen Sie der Kompetenz, Erfahrung und Professionalität und der Herzlichkeit der Pädagogen/innen.

„Vertrau deinem Kind, es ist genauso stark, wie du es zulässt“

Ich wünsche allen Eltern und Kindern ein wundervolles „Schnuppern“, schöne neue Eindrücke und ganz viel Vorfreude auf einen spannenden und erlebnisreichen Kindergartenbesuch.

In einem gemeinsamen Workshop zu diesem Thema überlegen wir uns Handlungsstrategien, gehen unseren Gefühlen auf den Grund und erarbeiten einige Tricks, die das Loslassen erleichtern.